Über Lesvos

800px-MolyvosÜber Lesbos

Lesbos liegt in der nördlichenÄgäisweit im Osten gegenüber der türkischen Küste und wird innerhalb derNordostägäischen Inselnzu denOstägäischen Inselngezählt. Im Norden trennt der Golf von Edremit die Insel vonKleinasienmit etwa neun Kilometern in kürzester Entfernung, im Osten die etwa 15 km breiteMeerenge von Lesbos.

In der griechischen Mythologie hieß auch der Inselpatron „Lezbos“, der Sohn des Lapithes, der Methymna heiratete.

Das Wort „lesbisch“, im Sinne von weiblich homosexuell, wird vom Namen der Insel abgeleitet, da die von der Insel stammende berühmte antike Dichterin Sappho in ihren Gedichten u. a. von der Liebe zu Frauen sang.

Lesbos ist vulkanischen Ursprungs und reicht an mehreren Stellen bis nahezu tausend Meter über das Meer. Bergmassive dominieren die Insel, der Lepetymnos (Λεπέτυµνος) im Norden stellt mit 968 m zugleich den höchsten Gipfel der Insel dar, nahezu gleich hoch ist der Olymbos (Όλυμπος) im Süden mit 967 m. Fast die Hälfte der Insel ist hügeliges Land mit Oliven- und Obstbäumen und Wälder, vorwiegend mediterraner Kiefern mit Eichen und Walnussbäumen, bedecken etwa 20% der Inselfläche.

Auf dem Weg zwischen Antissa und Sigri gibt es einen versteinerten Wald aus der Zeit von vor 23 Millionen Jahren. In West-Lesbos gibt es mehr als 30 ehemalige Lavadome, sogenannte Necks und mehrere vulkanische Kalderen(Skoutari, Vatousa, Agra und Anemotia). Auch wenn dieser Teil der Insel sehr wüstenhaft wirkt, zählt die Landschaft zu den interessantesten der Ägäis.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehören neben der Hauptstadt Mytilini die Orte Mithymna/Molivos (Kastell), Petra (Kirche Panagia auf einem Felsen) und Agiassos (berühmte Kirche und Olympos-Gipfel). Der Osten der Insel ist bewaldet und zum Großteil nicht vulkanisch. Nur bei Polichnitos gibt es deutliche Zeichen von aktivem Vulkanismus und die heißesten Quellen Griechenlands (70–85 °C).

Wirtschaft

Lesbos ist landwirtschaftlich geprägt. Die Haupteinnahmequelle ist das qualitativ hochwertige Olivenöl mit geschützter geografischer Angabe innerhalb der EU. Weitere Einnahmen werden durch Käse darunter Feta, Kaseri und Ladotyri mit Geschützter Ursprungsbezeichnung, die Ouzoproduktion sowie die Fischerei und Salzgewinnung im Golf von Kalloni erzielt.

Ouzo : Die Destillerien der Insel decken etwa 50 % der gesamten griechischen Ouzoproduktion. Etwa 15 bis 20 % der lokalen Produktion wird auf der Insel verkauft oder konsumiert. Der Rest wird nach Athen, Thessaloniki und dem weltweiten Markt exportiert. Die Produkte der Destillerien Barbayanni und Ouzo Plomari aus Plomari zählen zu bekanntesten und qualitativ hochwertigsten.

Tourismus : Eine weitere Einnahmequelle ist der Tourismus, der zum Einen durch den internationalen Flughafen, und zum Anderen durch die gute Erreichbarkeit mit der Fähre begünstigt wird. Zu den touristischen Hochburgen zählen Plomari, Petra, Molyvos und Eresos.